Die meisten Redaktionen schätzen ihre Preisliste für kommerziellen Content. Dabei lässt sie sich berechnen – aus Domain-Autorität, Leserschaft, redaktioneller Strenge und der Dauerhaftigkeit der Publikation. Eine Anleitung für Verlage, wie man einen Preis festlegt, den man verteidigen kann und nicht drücken lassen muss.
Wenn Sie eine Online-Tageszeitung oder ein Fachmagazin betreiben, kennen Sie es: Eine Anfrage für einen kommerziellen Artikel kommt und Sie schießen aus der Hüfte. Manchmal unnötig niedrig, ein andermal so hoch, dass sich der Werbetreibende nie mehr meldet. Dabei ist der Preis kommerziellen Contents keine Frage der Schätzung, sondern der Kalkulation – und die Werbetreibenden wissen heute sehr genau, wofür sie zahlen.
Bieten Sie statt eines Betrags drei Stufen an. Der Auftraggeber wählt dann nicht, ob er bei Ihnen kauft, sondern was er bei Ihnen kauft:
Für jeden Posten, der Sie Arbeit oder Raum kostet, berechnen Sie separat. Der häufigste Fehler kleinerer Redaktionen ist, alles in den Basispreis einzuschließen – und dann dem nichts anbieten zu können, der mehr will.
Redaktion, Server und Domain zahlen Sie ohnehin. Jedes ungenutzte Publikationsfenster ist reiner Verlust – und anders als Bannerwerbung hat ein kommerzieller Artikel keine variablen Kosten außer der Zeit des Redakteurs. Genau deshalb hat er für Medien mit eigener Redaktion die höchste Marge aller Werbeformate.
Bedingung ist aber, dass die Werbetreibenden von Ihnen erfahren. Die meisten Auftraggeber suchen Medien heute nicht über Google, sondern in Katalogen und auf Marketplaces – dort, wo sie Parameter und Preis sehen und sofort bestellen können. Die Aufnahme Ihres Titels auf den Marketplace Linketica bedeutet, dass Werbetreibende wie Agenturen Ihre freie Kapazität sehen, ohne dass Sie aktiv verkaufen müssten: Preisliste und Regeln stellen Sie selbst ein und die Nachfrage kommt zu Ihnen.
Die Preisliste ist nur die halbe Sache. Die andere Hälfte sind die Regeln: welche Themen Sie nicht nehmen, wie Sie kommerzielle Mitteilungen kennzeichnen, welchen Linktyp Sie geben und was passiert, wenn ein Text nicht durchgeht. Schreiben Sie sie einmal auf und schicken Sie sie mit jedem Angebot – das erspart Ihnen die meisten unangenehmen Diskussionen und gibt den Werbetreibenden die Sicherheit, mit einem seriösen Partner zu verhandeln.
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