Referenzen und Empfehlungen sind die günstigste Quelle neuer Kunden – aber sie kommen nicht von selbst. Wir zeigen, wie Sie natürlich und zum richtigen Zeitpunkt darum bitten.
Eine Empfehlung von einem zufriedenen Kunden ist die stärkste und günstigste Quelle neuer Arbeit, die ein Berater hat. Sie kommt mit vorab aufgebautem Vertrauen – der neue Kunde fragt sich nicht mehr, ob Sie es können, weil jemand, dem er vertraut, für Sie bürgt. Dennoch bitten die meisten Berater nicht um Referenzen und Empfehlungen. Sie fürchten, aufdringlich zu wirken. Der Schlüssel ist zu wissen wann und wie.
Auch ein begeisterter Kunde denkt meist nicht an eine Referenz – nicht, dass er nicht wollte, es fällt ihm einfach nicht ein. Wenn Sie nicht darum bitten, bekommen Sie sie nicht. Sehen Sie die Bitte um eine Referenz als natürlichen Teil gut geleisteter Arbeit, nicht als Belästigung. Ein Kunde, dem Sie geholfen haben, hilft gern zurück, wenn Sie es ihm leicht machen.
Der beste Moment für die Bitte ist der Gipfel der Zufriedenheit – direkt nach einem erreichten Ergebnis, nach Lob, nach einem erfolgreich gemeisterten Projekt. Wenn der Kunde gerade „das ist super“ sagt, ist es der ideale Moment: „Das freut mich sehr. Wenn Sie dasselbe als kurze Referenz schreiben würden, würde mir das sehr helfen.“ Warten Sie nicht bis zum Ende der Zusammenarbeit – die Begeisterung ist bis dahin verflogen.
Die größte Bremse ist nicht Unwilligkeit, sondern dass der Kunde nicht weiß, was er schreiben soll, und keine Zeit darauf verwenden will. Nehmen Sie es ihm von den Schultern:
Je weniger Arbeit es den Kunden kostet, desto eher liefert er die Referenz wirklich.
Eine Referenz ist eine Aussage, eine Weiterempfehlung ist die aktive Weitergabe eines Kontakts – und das hat noch größeren Wert. Darum bitten lässt sich ebenso natürlich: „Wenn Sie jemanden kennen, der eine ähnliche Sache löst, freue ich mich über die Verbindung.“ Eine konkrete Bitte funktioniert besser als eine allgemeine – „kennen Sie jemanden im E-Commerce, der Sichtbarkeit löst?“ fällt dem Kunden eher ein als „kennen Sie jemanden?“.
Wenn Ihnen ein Kunde jemanden empfiehlt, melden Sie sich immer mit einem Dank – wie es auch ausgeht. Ein Kunde, der spürt, dass Sie seine Hilfe schätzen, empfiehlt erneut. Manche führen auch eine Form der Belohnung ein (Rabatt, Provision) – das ist legitim, seien Sie nur transparent. Aber selbst ein schlichter, aufrichtiger Dank hält den Empfehlungskanal lange offen.
Machen Sie aus Referenzen eine Routine, keinen Zufall. Fragen Sie sich nach jedem erfolgreichen Meilenstein: „Kann ich jetzt um eine Referenz oder Empfehlung bitten?“ Sammeln Sie sie laufend und nutzen Sie sie auf der Website, in Angeboten und beim Eintritt in Plattformen und Marktplätze, wo Referenzen als Eintrittskarte zum Vertrauen dienen. Systematisch gesammelte Referenzen werden mit der Zeit Ihr stärkstes Verkaufswerkzeug – sie arbeiten für Sie, auch während Sie schlafen.
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